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Schicksale

Schicksale

 

Eine Vielzahl österreichischer und ausländischer Archive wurde von uns hinsichtlich Strafprozessen durchsucht, um (auch bislang ungeöffnete) Gerichtsakten der Vergangenheit im Zusammenhang mit dem Vergehen des illegalen Schwangerschaftsabbruches darzustellen. Diese wahren Schicksale aus rund 200 Jahren sind anonymisiert nachzulesen und können auch heruntergeladen werden.
Weiters haben wir auch zeitgenössische Berichte unserer UserInnen/LeserInnen aufgenommen.

 

 

link icon 1757: Theresia R., zum Tode verurteilt wegen Kindesmord

Das fehlende Kind nach vermuteter Schwangerschaft wird der Dienstmagd zum Verhängnis.

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link icon 1768: Catharina H., Kindsmord

Bereits die Verheimlichung von Schwangerschaft und Geburt ist ein Delikt.

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link icon 1868: Anna D., Kindsmord

Anna D. wird wegen Kindsmord zu fünf Jahren schweren Kerkers in der k.k. Straf- und Besserungsanstalt verurteilt.

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link icon 1899: Hermine R., ehemalige Hebamme, angeklagt wegen wiederholter Abtreibung

Stricknadeln sind das Corpus delicti im Gerichtsfall der ehemaligen Hebamme Hermine R.

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link icon 1911: Marie P., und Johann K., Kindsmord

Verurteilung zu zehn Jahren schweren Kerkers, verschärft durch ein hartes Lager vierteljährlich.

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link icon 1913: Anonyme Anzeige, Polizeiamt Lübeck

Der Vorwurf illegale Abtreibungen zu praktizieren war eine übliche Beschuldigung, um Rache an einer persönlichen Feindin zu nehmen.

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link icon 1913: Wiener Strafprozeß gegen 'Madame Mittermayer'

Mit 23 wurde sie zum ersten Mal wegen Mitschuld an einer Abtreibung verurteilt.

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link icon 1915: Maria R., angeklagt wegen Abtreibung mit einem schweren Stein

Ein 18 kg schwerer Stein legte sich das Dienstmädchen so lange auf den Unterleib, bis ihr schlecht wurde.

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link icon 1929: Anna M., Hebamme

Schwangerschaftsabbruch mittels Metallkatheter

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link icon 1929: Emma G., Hebamme

Durch ein anonymes Schreiben wird die Hebamme Emma G. aus Fischamend beschuldigt, die Leibesfrucht bei 20 Frauen abgetrieben zu haben.

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link icon 1929: Magdalena J., Hebamme, angeklagt wegen Abtreibung der Leibesfrucht

Am 14. Juli 1929 stirbt Theresia E. im LKH Villach an einer Sepsis post Abortum.

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link icon 1929: Sophie R., mehrmals abgestrafte Hebamme

Die 47jährige Hebamme Sophie R. wird im Jahr 1929 ‚nur’ zu 8 Monaten schweren Kerkers, verurteilt.

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link icon 1933: Antonie St., Engelmacherin

Nachdem sie sich selbst mehrmals die Leibesfrucht durch Einführung einer Hühnerfeder abgetrieben hat, hilft Antonie St. auch anderen.

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link icon 1938: Anonymes Ansuchen um Hilfeleistung für abgestrafte Hebammen

"Bitte uns abgestraften Hebammen zu helfen, da wir gerne bereit sind, ehrlich zu arbeiten."

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link icon 1938: Hedwig K., ehemalige Hebamme, bittet um eine Stelle

Hedwig K., Hebamme verstößt gegen den § 144 (Verbot des Abbruchs).

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link icon 1944: Heinrich P., Grete Pl.; Ansuchen um Schwangerschaftsabbruch

Eine Eheschließung wird nur nach Sterilisation bewilligt.

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link icon 1945: Josefine H., Abtreibung mit Indikation

Bereits im dritten Monat schwanger erstattet Josefine H. eine Anzeige wegen Vergewaltigung.

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link icon 1945: Maria Karoline G., Engelmacherin

wird hiermit zum Tode verurteilt...

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link icon 1948: Dr. H. J. und Dr. W. C., angeklagt der versuchten Abtreibung

Vergehen gegen die Sicherheit des Lebens und gegen die öffentliche Ruhe und Ordnung durch Misshandlung einer Leiche

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link icon 1951: Friedrich K., Maria L., Josefine K., Nötigung, Vergewaltigung, Abtreibung

Die Bergmannsgattin Maria L. „versteht sich auf Abtreibungen“.

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link icon 1951: Johanna Hi., Erich Hü., Dr. Wolfgang A., angeklagt wegen Abtreibung und Kindsmord

Im Zweifel freigesprochen wird Johanna Hi. und gegen Gelöbnis enthaftet.

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link icon 1962: Wie haben die Großeltern verhütet?

Als ich im Gymnasium von Verhütung hörte, fragte ich meine Mutter, warum sie denn so viele Kinder bekommen habe, sie hätte ja verhüten können.

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link icon 1963: Zum Beispiel Ursula U.

Abbruch mittels Flasche und Katheter.

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link icon 1971: Isabella W., angeklagt wegen Abtreibung

vermeintlicher Arzt nahm Abtreibung mit Katheter vor

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link icon 1974: Abtreibung – Ein Erfahrungsbericht von Gerda

Ende März 1974 fasse ich den Plan nach Frankreich zu einer Frauengruppe zu fahren, die die Absaugmethode anwendet.

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link icon 1992: Der römische Pillen-Bann

Abgabe der ‘Pille danach’ an Vergewaltigungsopfer im Kosovo. Nur Kurt Krenn verteidigt das strikte 'Nein' des Papstes.

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link icon 2007: Meine Großmutter war Engelmacherin

Ich wusste von den Abbrüchen meiner Großmutter E. ungefähr seit ich elf Jahre alt war.

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