Sexualpädagogische Workshops

 

 

Eckdaten und Rahmenbedingungen:

 

Zielgruppe
 
     •  Schulklassen
     •  Berufsschulklassen
     •  Jugendliche bis 19 Jahre
     •  Psychosoziale Projekte und Einrichtungen
 
Workshop-Dauer
 
     Ca. 90 Minuten
 
Kosten
 
   •   8,00 € pro Person oder
   • 90,00 € pauschal bei Gruppen bis 11 Personen
 
Auch für Begleitpersonen gilt der reguläre Eintrittspreis!
 
Bezahlung ist ausschließlich in bar vor Ort möglich.
 
Bitte beachten Sie, dass der Kulturpass nicht für Führungen oder Workshops verwendet werden kann.
 
Terminvereinbarung
 
     Ausschließlich via E-Mail unter:
   
     Telefon für Fragen und Informationen:
     +43 699 178 178 06
 
     Wichtig: Führungen finden nur außerhalb der
     regulären Museumsöffnungszeiten statt! 
 
          • Montag und Dienstag ganztägig möglich
          • Mittwoch bis Sonntag mit spätestem Beginn
            um 12:30 Uhr (siehe Grafik unten)
 
Erforderliche Angaben bei der Buchung
 
          1.   Mobiltelefonnummer der Begleitperson/en
          2.   Anzahl der Teilnehmer*innen
                (max. 26 möglich!)
          3.   Alter der Teilnehmer*innen
          4.   Name und Adresse der Schule/Einrichtung
 
    Wichtig: Aus Sicherheitsgründen gilt ausnahmslos
    eine Obergrenze von 26 Teilnehmer*innen pro
    WorkshopGrößere Gruppen müssen auf zwei
    Termine aufgeteilt werden.
 
    Eine Mindestpersonenanzahl ist nicht vorgegeben.
 
Begleitpersonen
 
     Aus sexualpädagogischer Sicht möchten wir darauf
     hinweisen, dass wir Erwachsenen ausdrücklich
     empfehlen, nicht an Workshops für Schulklassen
     bzw. Jugendliche teilzunehmen. Unsere
     Beobachtung zeigt, dass Jugendliche bei den sehr
     sensiblen Themen, die bei uns im MUVS behandelt
     werden, deutlich mehr vom Workshop profitieren,
     wenn keine erwachsenen Begleitpersonen anwesend
     sind. Sie beteiligen sich aktiver, stellen mehr Fragen
     und teilen eher ihre eigenen Gedanken und
     Erfahrungen.
 
Stornobedingungen
 
     Eine kostenlose Stornierung ist bis spätestens 7
     Tage vor dem jeweiligen Termin möglich. Bei
     Buchung mehrerer (aufeinanderfolgender) Termine
     gilt diese Stornoregelung für jeden Termin einzeln –
     auch, wenn Termine kurzfristig zusammengelegt
     werden. Danach fällt pro betroffenen Termin eine
     Stornogebühr von 90,00 €.
 

 

 

 


Verhütung macht Schule

Sexualerziehung in Schulen ist wichtig, um ungewollten Schwangerschaften und Schwangerschaftsabbrüchen vorzubeugen:
Texte, Audiobeiträge und Videos


Die Kondomjagd

 

Was ist für Jugendliche und junge Erwachsene interessanter und gleichzeitig beunruhigender als der eigene Körper mit all seinen aufregenden Funktionen? Jede Generation hat sie wieder, die vielen Fragen nach ‚richtig’ und ‚falsch’, nach ‚zu groß’ und ‚zu klein’ und was überhaupt ist ‚normal’. Viele Fragen kursieren und kaum passende GesprächspartnerInnen in Sicht: Eltern und Lehrende darauf anzusprechen, ist meistens peinlich, das Wissen der Peergroup ist beschränkt und Pornoseiten im Internet haben ihre eigenen ‚Wahrheiten’.

Der Lehrausgang ins MUVS, Museum für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch, kann viele Fragen beantworten: der sexualpädagogische Workshop für SchülerInnen kann maximal 26 Personen umfassen, Begleitpersonen können teilnehmen. Für die Wissensvermittlung ist es jedoch günstiger, die Jugendlichen während der Führung unter sich zu lassen, um ihre Intimsphäre zu schützen und Raum für sehr persönliche Fragen zu geben. So werden Jugendliche oftmals erst ermutigt, ihre Unsicherheiten und Wissensdefizite auszusprechen.

Alter und Vorwissen der SchülerInnen entscheiden über den Aufbau der Wissensvermittlung. Auch das Geschlecht und der soziale sowie kulturelle Kontext werden berücksichtigt. Ein sexualpädagogischer Workshop für SchülerInnen ist meist eine Verbindung aus kulturhistorischer Erzählung und aktuellem Wissen über Verhütung und Schwangerschaftsabbruch. Sie vermittelt nicht nur Fakten, sondern auch das notwendige Bewusstsein für den selbstbestimmten Umgang mit der eigenen Fruchtbarkeit. Das MUVS arbeitet mit konkreten Objekten von damals und heute, Anschauungsmaterial wird herumgereicht, Geschichten werden erzählt – und eine Vorstellung über die Abläufe im eigenen Körper wird vermittelt. Das MUVS bespricht alle aktuellen Verhütungsmethoden mit dem erklärten Ziel: SchülerInnen verlassen das Museum mit einem fundierten Überblick zu Verhütung.

Politische Entwicklungen hinsichtlich finanzieller und praktischer Zugangsmöglichkeiten zu Verhütung und Schwangerschaftsabbruch, aber auch aktuelle Strömungen sollen den Jugendlichen und jungen Erwachsenen deutlich machen, dass der Umgang mit der eigenen Fruchtbarkeit von jeder/jedem selbst gestaltet und mitunter auch selbst erkämpft werden muss.

Das kritische Aufzeigen, Hinterfragen und Auflösen von Mythen in der Sexualität und Fortpflanzung ist dabei ein prägendes Motiv. Die übergeordnete Vision des MUVS bestimmt insbesondere die Wissensvermittlung: Selbstbestimmtes Handeln im Bereich der Sexualität und Fruchtbarkeit.