Führungen für Erwachsene

 
 
 
 

Eckdaten und Rahmenbedingungen

 

Zielgruppe
   

Erwachsene ab 20 Jahre (z.B. Privatpersonen, Unternehmen, Weiterbildungseinrichtungen etc.)

 
Dauer der Führung
 
Ca. 90 Minuten
(Zwischen einzelnen Workshops müssen 30 Minuten Pause eingehalten werden.)
 
Kosten
 
  • 15,00 € pro Person bzw.

  • 90,00 € pauschal bei Gruppen unter 6 Personen

 

Bezahlung ist ausschließlich in bar vor Ort möglich.

Bitte beachten Sie, dass der Kulturpass nicht für Führungen oder Workshops verwendet werden kann.
 
Terminvereinbarung
       
    Ausschließlich via E-Mail unter:
    fuehrungen@muvs.org
 
Telefon für Fragen und Informationen:
+43 699 178 178 06

 

Wichtig: Führungen finden nur außerhalb der regulären Museumsöffnungszeiten statt!

  • Montag und Dienstag ganztägig möglich

  • Mittwoch bis Sonntag mit spätestem Beginn um 12:30 Uhr (siehe Timetable)
 
Erforderliche Angaben bei der Buchung
 
  1. Name und Adresse der Einrichtung oder des Unternehmens 

  2. Name und Kontaktdaten der für die Buchung verantwortlichen Person/en

  3. Mobiltelefonnummer der verantwortlichen Person/en 

  4. Anzahl der Teilnehmer*innen (max. 26 möglich!)

 

Wichtig: Aus Sicherheitsgründen gilt ausnahmslos eine Obergrenze von 26 Teilnehmer*innen pro Workshop.

Größere Gruppen müssen auf zwei Termine aufgeteilt werden.

Eine Mindestpersonenanzahl ist nicht vorgegeben.

 
Stornobedingungen
 

Eine kostenlose Stornierung ist bis spätestens 7 Tage vor dem jeweiligen Termin möglich.

Bei Buchung mehrerer (aufeinanderfolgender) Termine gilt diese Stornoregelung für jeden Termin einzeln – auch, wenn Termine kurzfristig zusammengelegt werden.

Danach fällt pro betroffenen Termin eine Stornogebühr von 90,00 €.
 

 
 
 

 
 
Wer jünger als vierzig und in Österreich aufgewachsen ist, für den sind hormonelle Verhütung und der legale Schwangerschaftsabbruch normal. Vor rund 100 Jahren bedeutete Fruchtbarkeit noch, dass ein Frauenleben von rund 15 Schwangerschaften, 10 Geburten und 8 Kindern im Schnitt geprägt war. Die Menschen mussten erst in einem langen und mühsamen Prozess lernen, dieses natürliche Ausmaß der Fruchtbarkeit an die individuell gewünschte Kinderzahl anzupassen. Heute haben wir einen weitgehend selbstbestimmten Zu- und Umgang mit Sexualität und Reproduktion.

Der Ausflug ins MUVS, Museum für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch – alleine, mit FreundInnen, oder zu einer Gruppenführung – kann viele Fragen beantworten: Wie es jetzt ist, wie es vorher war und wie es sein wird im Bereich von Sexualität und Fruchtbarkeit, bei uns und anderswo – und interessiert BesucherInnen jeden Alters: Eine Führung im MUVS ist die Verbindung aus kulturhistorischer Erzählung mit aktuellem Wissen über Verhütung und Schwangerschaftsabbruch. Das MUVS arbeitet mit konkreten Objekten von damals und heute, Anschauungsmaterial wird herumgereicht, Geschichten werden erzählt – und eine Vorstellung über die Abläufe im eigenen Körper wird verdeutlicht. Das MUVS zeigt auf, dass der Umgang mit der eigenen Fruchtbarkeit von jeder/jedem selbst gestaltet und mitunter auch selbst erkämpft werden muss.

Das kritische Aufzeigen, Hinterfragen und Auflösen von Mythen in der Sexualität und Fortpflanzung ist dabei ein prägendes Motiv. Die übergeordnete Vision des MUVS bestimmt insbesondere die Wissensvermittlung: Selbstbestimmtes Handeln im Bereich der Sexualität und Fruchtbarkeit. Ob zur Information über die Wirkungsweise von Methoden, zur Erinnerung an gute oder schlechte Erfahrungen, zum Verständnis der Erzählungen älterer Familienangehöriger, zur Deutung von historischen oder literarischen Berichten, zur Information über politische und soziale Entwicklungen oder aus vielen anderen Gründen.

Sehen, hören, verstehen und teilweise auch angreifen kann man Hilfsmittel und Gerätschaften zur Verhütung, zu Schwangerschaftstests und zur Abtreibung: beispielsweise Rechenbehelfe zur Ermittlung der ‚sicheren’ und ‚unsicheren’ Tage im weiblichen Zyklus, eine animierte Darstellung der Sterilisation beim Mann, Computer-tomografische Bilder des Geschlechtsaktes, Vorläufer von Spiralen, Zukunftsmethoden der Verhütung, biologische Schwangerschaftstests, Stricknadeln und Seifenlauge von Abbrüchen aus der Vergangenheit, die Routen des ‚Abbruchtourismus’ und vieles anderes mehr.

Man geht ein bisschen nachdenklicher hinaus als man hereingekommen ist, besser informiert, berührt von den verzweifelten und einfallsreichen Bemühungen der Generationen vor uns, amüsiert über abstruse Versuche und sensibilisiert für aktuelle Entwicklungen nah und fern, die das Recht auf Selbstbestimmung über den eigenen Körper und das eigene Leben ausbauen oder durchsetzen, einschränken oder gänzlich abschaffen wollen.